Karriere-Tutorial
Fotografenausbildung
Sie wollen also ausgerechnet vom Fotografieren leben und fragen sich, ob Sie dazu eine Ausbildung brauchen. Sollen Sie eine private oder öffentliche Fotoschule besuchen? Kommunikationsdesign studieren? Oder einfach mal anfangen zu knipsen? So schwierig kann das ja nicht sein!
Nun, sich selbst zu überschätzen und die Anforderungen einer fotografischen Tätigkeit zu unterschätzen ist sehr, sehr weit verbreitet. Deshalb gibt es ja auch so viele schlechte bis mittelmäßige und so wenige großartige Fotografen. Die Fotografie bietet wunderbare Möglichkeiten für Quereinsteiger, Spätzünder und Autodidakten. Julia Margaret Cameron (1815-1879) hat erst mit fünfzig angefangen zu fotografieren und ist noch weltberühmt geworden.
Welche Art von Ausbildung man beginnt, hängt von der Vorbildung ab und von der vorhandenen oder eben nicht vorhandenen Neigung, ein Studium zu absolvieren. Es klingt gemein, und bestimmt ist es auch ein wenig ungerecht (aber nur ein wenig): Otto Steinert ist tot! Bernd Becher auch. Gehen Sie nach England, Holland, Frankreich oder in die USA. Dann haben Sie zumindest Auslandskontakte gewonnen und eine andere Sprache gelernt!
Oder arbeiten Sie, wenn Sie nicht aufs Akademische fixiert sind, als Assistent/in bei guten Fotografen – nein, bei den besten, die Sie überzeugen können.
Und gucken Sie Fotos an! Wozu gibt es Bildbände? Und öffentliche Bibliotheken.
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