Karriere-Tutorial
Die richtige Zusammenstellung der Präsentationsmappe
Entscheidend ist nicht, was Sie für Ihre besten Fotos halten, entscheidend ist, ob dem potenziellen Kunden ein Foto im Gedächtnis bleibt. Das kann, muss aber nichts mit dem zu tun haben, was Sie sonst noch können.
Eine Klientin, die gerade ihre Ausbildung beendet hatte, und fotografisch noch am Anfang stand, zeigte mir ihre Mappe. Sie würde es schwer haben, mit diesen Fotos einen Auftrag zu bekommen, sagte ich ihr. Ob sie nicht ein Bild habe, das knalliger sei. Aus einem Karton zog sie zwei ziemlich betagte, aber sehr lebendige Farbfotos, die hinter den Kulissen des Stuttgarter Balletts entstanden waren. Eines zeigte vollformatig den Hintern einer sich vorbeugenden Tänzerin; grobkörnig und gelbstichig, technisch also nicht perfekt, aber ein Hingucker!
"Das ist ein Foto für die Mappe!" sagte ich. "Einmal mit Photoshop drüber und nichts wie rein!"
"Ja", antwortete sie, "das habe ich schon mal einem Artdirector gezeigt und der hat mir meinen bisher einzigen Auftrag gegeben, einen Katalog für Wohnbedarf im Countrystil. Der hat wirklich gesagt, den Job kriegen Sie nur wegen des einen Fotos."
Wir lernen daraus: Letztlich ist Ihr Auftritt beim AD auch nur Showgeschäft und da zählen bekanntlich "Titts and Ass".
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